Kapelle
Stiftungsrat der Kapelle Lohn
Präsident/in: Mitglied des Gemeinderates Lohn-Ammannsegg
Gemeinderatsmitglied Ressort Kultur
Mitglieder sind weitere Vertreter/innen der Stiftungsmitglieder von Einwohnergemeinde, Bürgergemeinde Lohn und beiden Kirchgemeinden
Stiftungsrat / 2025
Die Kapelle steht für Taufen, Trauungen, Beerdigung oder Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung und bietet ca. 40 Personen Platz. Bei Interesse melden Sie sich unter Gemeinderatsmitglied Kultur
Die Kapelle wird 300jährig - Bericht von Stefan Luterbacher [pdf, 20.0 MB
Die unter Denkmalschutz stehende Kapelle ist das Wahrzeichen von Lohn-Ammannsegg. Ihr Bau war aber lange ungewiss. Bauherr und Stifter war Hauptmann Jacob Christoph Baumgartner, Mitglied des Grossen Rates von Solothurn. Ab 1713 versuchte er vom Hohen Rat von Solothurn die Bewilligung zum Bau zu erhalten.
Erst 1720 bekam er nach langem Hin und Her das Einverständnis unter der Auflage, dass die Dorfkapelle nur zu Andachtszwecken und zum Rosenkranzbeten verwendet werde. 1720 wurde mit dem Bau begonnen, fertiggestellt wurde sie erst 1725.
Im Jahr 1755 erlangte die Schwester des Stifters, Elisabeth Vogelsang, vom zuständigen Bischof von Konstanz und von der Regierung die Erlaubnis, an acht Tagen im Jahr die heilige Messe zu feiern. Nach und nach wurde diese Beschränkung gelockert auf aufgehoben. Die Kapelle ist den "unschuldigen Kindern" gewidmet.
1930 wurde die Kapelle ein erstes Mal renoviert.
1980 stellte Walter Luterbacher-Tschumi, alt Ammann, fest, dass ein rechtmässiger Eigentümer fehlte. Ein Erbenaufruf blieb erfolglos und das Gebäude wurde zunehmend baufälliger und stand vor dem Zerfall.
1983 wurde die Stiftung Kapelle Lohn gegründet, die Eigentümerin wurde. Stiftungsmitglieder sind die Einwohnergemeinde Lohn-Ammannsegg, die Bürgergemeinde Lohn und die beiden Kirchgemeinden.
1985 fand ein grosser Basar unter Mitwirkung der Dorfvereine statt und so konnte die Dorfkapelle dank Bürgerinitiative gerettet werden. 1986 wurde die Kapelle nach einer 3-jährigen Planungs- und Bauzeit der Öffentlichkeit übergeben. Seit nunmehr 300 Jahren steht die Dorfkapelle bescheiden und äusserlich kaum verändert mitten im alten Dorfteil von Lohn an der nach ihr benannten Kapellenstrasse.
Stefan Luterbacher, Dorfhistoriker